Wie kann Religionsunterricht Kindern religiöse Erfahrungen ermöglichen, wenn religiöse Praxis für viele von ihnen nicht mehr selbstverständlich ist? Und wie können dabei unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse und religiöse Positionierungen berücksichtigt werden?
Pilgern eröffnet einen besonderen Erfahrungsraum: Kinder sind unterwegs, nehmen sich und ihre Umgebung wahr, erleben Gemeinschaft, Stille und Bewegung und begegnen religiösen Impulsen und Deutungsangeboten. Dabei gilt: Alles kann, nichts muss. Religiöse Erfahrungen werden angeboten und gemeinsam reflektiert, ohne eine bestimmte Positionierung vorauszusetzen. Im Mittelpunkt des Studientages steht ein Pilgerweg zum Thema Schöpfung, den die Teilnehmenden zunächst selbst erleben. Anschließend werden die einzelnen Elemente religionsdidaktisch reflektiert und daraufhin betrachtet, wie sie sich für unterschiedliche und heterogene Lerngruppen öffnen und anpassen lassen.
Am Nachmittag steht der Transfer in die eigene Praxis im Mittelpunkt: Ausgehend von den kennengelernten Prinzipien entwickeln die Teilnehmenden eigene kleine Erfahrungsräume für ihre Lerngruppen.
Der Studientag verbindet eigenes Erleben, religionsdidaktische Reflexion und konkrete Unterrichtsentwicklung.