Mikroaggressionen sind wie kleine Mückenstiche: Für sich genommen vielleicht gar nicht so schlimm, aber in der Masse eine große Belastung. Menschen, die als „anders“ wahrgenommen oder in Schubladen eingeordnet werden, können von diesen verletzenden und diskriminierenden Bemerkungen im Alltag ein Lied singen. Und diejenigen, die solche Äußerungen machen, sind sich oft gar nicht bewusst, wie verletzend das für andere sein kann. Betroffen sind viele, auch im Schulalltag: Menschen sind aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres internationalen Hintergrunds, einer Behinderung, als queere Menschen oder einfach als Frauen von solchen Mikroaggressionen betroffen.
Ramy Azrak, Schulsozialarbeiter und Autor, hat darüber ein Buch geschrieben, das durch seine lebendige Gestaltung mit Comics für dieses Thema auf eine leichte Weise sensibilisiert.
Wir werden in dieser Fortbildung kennenlernen, was Mikroaggressionen sind, wie man sie verhindern und wie man reagieren kann, wenn man selbst davon betroffen ist. Ziel ist es, ein spannungsfreies und für Diskriminierung sensibles Miteinander zu fördern und den Zusammenhalt in einer Klasse und an der Schule zu stärken.
Referent
Ramy Azrak, Diplomsportwissenschaftler, Diversity-Trainer, Träger des Bonner Integrationspreises