Provokation Transformation
„Es wird sich etwas ändern“:
In den nächsten 10-20 Jahren wird es rein faktisch für die Kirchen enorme Veränderungen geben: Die Mitgliederzahlen und die Finanzkraft werden sich, so alle Prognosen, halbieren. Das, was Kirche ausmacht an Strukturen, Arbeitsfeldern, Personal, Ausstrahlungskraft und Relevanz für die Gesellschaft steht vor Transformationen in nie dagewesenem Ausmaß. Das sind Pro-Vokationen, die die Kirchen heraus-rufen aus Selbstverständlichkeiten, Gewohntem, Privilegien und vermeintlichen Sicherheiten.
„Es muss sich etwas ändern“:
Für viele, die darüber nachdenken und Verantwortung spüren, verlangen diese Fakten auch nach Transformationen in theologischer und spiritueller Perspektive und sie verstehen sie als Herausrufungen aus nicht mehr zukunftsfähigen Denkweisen, Haltungen, Glaubenseinstellungen – es sind überlebenswichtige Provokationen.
Der Studientag lädt ein, diese Provokationen in folgenden Perspektiven anzuschauen:
• gesellschaftlich: Systemisch muss sich Kirche hier im Kontext der ökologischen, politischen, ökonomischen und digitalen Transformationen verorten.
• theologisch-spirituell: Wie kann Kirche Transformation als grundlegende Glaubenshaltung denken und einüben?
• kirchlich-praktisch: Welche Modelle interdisziplinär entworfener Transformationen können für die Zukunft verantwortet werden?
Diese Perspektiven werden sich auf unterschiedliche Weise in den Vorträgen und Workshops des Studientages wiederspiegeln:
• Kirche als System - Der Kontext kirchlicher Transformation aus systemischer Sicht
• Freche/Freshe Kirche – Potentiale zur Transformation in theologischer und spiritueller Sicht
• Reorganisierte Kirche – Kirche aus ökonomischer Transformationsperspektive
• Kirche auf Probe – Chancen und Grenzen der Erprobungsraumprojekte
• Gelingende Kirche – Beispiele regionaler Transformation
• Palliative Kirche – Kirche und Exnovation
• Überflüssige Kirche – was die Gesellschaft ohne sie macht
• Queere Kirche – Kirche und ihre Transformationsstolpersteine
Mitarbeitende und Studierende im sozialarbeiterischen, sozialpädagogischen, gemeindepädagogischen und diakonischen Bereich
Tagungszentrum Auf dem heiligen Berg, Wuppertal
Missionsstraße 9
42285 Wuppertal
Prof.Dr. G.Fermor, PTI ; Prof.Dr. D.Bell + Dr. B.Lauenstein, EvH Bochum; Pfr. R.Fischer, PI Villigst
Dr. Veronika Eufinger, sozialwissenschaftliches Institut der EKD, Hannover
Prof. Dr. Roland Schöttler, EvH Bochum
Prof. Sandra Bils, DMin, midi, Berlin
Superintendentin Kerstin Goldbeck, Hamm
Pfr. Holger Pyka, Direktor Seminar für pastorale Ausbildung, Wuppertal
Pfr. in Dr. Kerstin Söderblom, ESG Mainz