Rückblick Kurzfilmtage 2022

Die Kurzfilmtage 2022 zum Thema KRIEG und FRIEDEN.

Die 19. Kurzfilmtage des PTI wurden vom 11. – 13. November 2022 wieder im bewährten Tagungsformat angeboten.

Die Kurzspiel-, Animations- und Dokumentarfilme der Filmnacht boten eine Vielzahl von

Impulsen für den Religionsunterricht aller Schulformen und -stufen sowie für Elementarbereich, Konfirmanden-, Jugend- und Erwachsenenarbeit.

Bei der Filmnacht warteten 15 vielfältige Kurzfilme zum Thema „Krieg und Frieden“ auf sowie ein intensiver Poetry Slam der Wuppertaler Schülerin Elli Köhler zu „Menschenbildern“, die nach großem Applaus gern noch eine Zugabe vortrug.

Eröffnet wurde die Filmnacht durch „Das Elterngespräch“, das die Lehrkräfte derart begeisterte, dass sie den Kurzfilm um Mitternacht als „Besten Kurzfilm“ wählten. Die niederländische Produktion setzt sich schwarzhumorig mit der schwierigen, ja kriegerischen Beziehung einer Lehrerin und einer Schülermutter auseinander.

Der Samstag begann mit einer digitalen Andacht und dem ONEMINUTESKY „Gebet für den Frieden“ von Dr. Simone Liedtke. Die Dozentin des RPI Loccum war leider erkrankt; so wurde ihr Impulsreferat „Mit Filmen (ge-)denken“ im Anschluss verlesen. Es setzte für die Diskussion und Workshops der Tagung wertvolle Impulse.

Im Filmgespräch mit den beiden anwesenden Drehbuchautoren, Regisseuren und Produzenten stand u.a. die Frage im Fokus, wie Eltern und Pädagogen Kinder vor den Gefahren des Krieges bewahren können. In beiden Kurzspielfilmen wird dazu ein besonderes Spiel genutzt: Während ein Vater in Israel in Richard Böhringers „Pastrami“ seinen Sohn durch den menschlichen Bau eines Sandwiches und seine Nähe deckt, ist es in Cengiz Akaygüns „Aysha“ eine kurdische Mutter in Syrien, die ihre Kinder durch eine religiöse Losung und einen Deckmantel schützt.

In den Workshops zu diesen und zwei weiteren Kurzfilmen war Zeit für detaillierte Analysen und die Erarbeitung von Ideen für den Unterricht. Im Animationsfilm „Stein im Schuh“ für die Grundschule gingen die Teilnehmenden der sukzessiven, sensibel dargestellten Integration eines vor dem Krieg geflohenen Fröschleins in eine fremde Schulgesellschaft von Kaninchen nach. Der Spielfilm „Oslo“ konfrontierte mit der harten Realität eines palästinensischen Tagelöhners, der für seine Tochter ein schwer zu leistendes Opfer bringt und an die biblische Erzählung von Abraham und Isaak denken ließ.

Alle gezeigten Kurzfilme sind im Medienportal der EKiR verfügbar: www.medienzentralen.de/ekir

Das Programm der Tagung finden Sie in unserem Einladungsflyer KFT_2022_Einladungsflyer