Die Evangelische Kirche im Rheinland bekräftigte 2018 mit dem „Friedenswort“ ihr Selbstverständnis als „Kirche auf dem Weg des gerechten Friedens“. Dieses Wort betont die Gewaltfreiheit und sieht den Einsatz militärischer Mittel nur in eng begrenzten Ausnahmefällen als legitim an, wenn sie als „demokratisch legitimierte Gewalt“ fungieren. Im Gegensatz dazu wird „violence“, also zerstörerische und ethisch nicht gerechtfertigte Gewalt, klar abgelehnt.
Die Verantwortung „in der nicht erlösten Welt“ (Barmer Theologische Erklärung, These V) fordert uns daher heraus, dem Leitbild der evangelischen Friedensethik zu folgen. Dieses Leitbild des „gerechten Friedens“ basiert auf vier Säulen:
- Vorrang der Gewaltlosigkeit.
- Frieden ist ein Prozess, der Not und Gewalt abbaut und Freiheit und Vielfalt fördert.
- Frieden durch Recht.
- Begrenzter Einsatz militärischer Gewalt als letzter Ausweg, um das Recht zu wahren und durchzusetzen
QUICKLINKS:
EKD Denkschrift 2007 – Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen
Friedensbildung an Schulen. Frieden im Kleinen wie im Großen gestalten
Was ist Friedensbildung – Interview mit Prof. Uli Jäger

