Der Spirit des Kirchentages lebt!

PTI-Dozent*innen berichten aus Nürnberg.

Nachdem der letzte Kirchentag in Präsenz in Dortmund schon 4 Jahre her war, haben sich viele gefragt: wird der Geist des Kirchentages in Nürnberg wieder erlebbar sein oder hat die Pandemie vieles abgeschnitten? Das Ergebnis ist durch die Bank eindeutig: der Spirit des Kirchentages lebt und Nürnberg war ein fantastischer Ort dafür, ihn leben zu lassen. Eine wunderbare und schöne Stadt mit vielfältigsten Begegnungsmöglichkeiten, die intensiv erlebt werden konnten.

So z.B.in den musikalischen Lesungen zu Bonhoeffers Gedichten und zu Khalil Gibrans „Propheten“ von Gotthard Fermor: gefüllte Kirchen mit sehr aufmerksamen Besucher*innen und berührenden Gesprächen im Anschluss.

Kirchentag ist Begegnung – auch das konnten wir vor allem auf dem Markt der Möglichkeiten erleben,
allem voran im Café Bildung, wo man das Comenius-Institut und den Stand der religionspädagogischen
Institute der EKD (Alpika) fand, und auch den Stand zur Konfi-Arbeit ein Stand, der von den Dozent*innen für KA aus den landeskirchlichen Instituten betreut wird und an dem Kai Steffen aktiv war. Hier trafen sich Teamer, Pfarrer*innen, Jugendleiter*innen und Interessierte, um sich beraten zu lassen und neue Impulse zu erhalten. Neben viel Literatur gab es auch Aktionen und Mitmachangebote.

Der Andrang war nach der Coronazeit wieder sehr hoch. Auch die Workshops wurden hervorragend angenommen. An jedem Tag gab es im Zentrum Jugend einen Workshop zu Spielen in der Konfi-Zeit.
Dieses Angebot musste aufgrund des großen Interesses sogar verdoppelt werden: So gab es jeden Tag zwei Workshops mit insgesamt an die 150 Personen.

In Sichtweite war der Stand der Ev. Hochschulen, wo man Gotthard Fermor finden konnte: intensiver Austausch mit Ehemaligen, mutmachende Beratungen von jungen interessierten Menschen ebenso wie die vielfältigsten Vernetzungen.

Im Café Bildung konnte man sich hinsetzen, ausruhen, Kaffee trinken und zahlreiche bekannte und unbekannte Gesichter treffen. Mitten drin konnte man dort auch eine intensive „Sitzerfahrung“ machen, in dem von Ralf Ramacher mitverantworteten Projekt „zusammen:setzen“ mit seiner inklusiven Ausrichtung: eine Bank, die zum hinsetzen, erzählen und zugehört bekommen einlud und großen Zuspruch fand.

Auch auf dem Markt platziert war das Angebot Seelsorge und Beratung auf dem Markt, ein Angebot zu Gesprächen im Kontext von Passage und kurzer Begegnung, das sehr stark nachgefragt wurde. Sabine Lindemeyer war hier aktiv, die seit vielen Jahren die Seelsorgeangebote auf dem Kirchentagen mitverantwortet.

Die inhaltlichen und thematischen Impulse des Kirchentages auf den vielen Podien werden auch noch nachwirken. Sicher auch die Predigt im Schlussgottesdienst des aus Südafrika stammenden deutschen Pastors Quinton Ceasar aus Wiesmoor, der „uns nicht anlügen wollte“ und Sätze wie diesen mitgab: „Gott ist queer!“ Die Kommentare im Netz wollen gar nicht abebben.

Wir freuen uns auf Hannover in zwei Jahren und in vier Jahren sind wir als PTI und Landeskirche sicher aktiv auf dem Kirchentag in Düsseldorf.

 

 

 

  • Prof. Dr. Gotthard Fermor